Aus den Ortsverbänden
Veranstaltung zum Thema "Gewalt gegen Pflegebedürftige"

Frau Christine Wagenführ erste Vorsitzende des SoVD Kreisverbandes Wolfenbüttel begrüßte alle Anwesende und die Referentin Frau Sonja Jussen stellvertretende Vorsitzende BfMB LK Wolfenbüttel und im Vorstand SoVD Ortsverband Wolfenbüttel.
Gewalt in der Pflege ist ein gesamtgesellschaftlich relevantes Problem und kommt nicht nur ausnahmsweise vor. Sie kann pflegebedürftige Menschen sowie alle an der Versorgung beteiligten Personen betreffen. Die verschiedenen Formen von Gewalt, die sowohl pflegebedürftige Menschen als auch die pflegenden Angehörigen betreffen können, sind alarmierend. Jede Form kann die Gesundheit und Lebensqualität stark beeinträchtigen. Ältere pflegebedürftige Menschen sind aufgrund ihrer Situation besonders verletzlich – und daher auch besonders gefährdet, Gewalt ausgesetzt zu sein. Gewaltprävention und der richtige Umgang mit Gewaltereignissen sind daher hochbedeutsam. Besondere Verantwortung hierbei tragen in der Pflege und im Gesundheitswesen tätige Personen und Institutionen.
Laut aktuelle Pflegestatistik aus 2021 werden in Deutschland über 4 Millionen pflegebedürftige Menschen zu Hause versorgt. Das entsprach etwa 5 von 6 pflegebedürftigen Menschen. Für über 2,5 Millionen als pflegebedürftig eingestufte Bürgerinnen und Bürger übernahmen pflegende Angehörige allein die Versorgungsverantwortung. Bei etwa einer weiteren Million Menschen wurde die pflegebezogene Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine Kombination aus pflegenden Angehörigen und Pflegedienst erbracht. Etwa 4 Prozent aller Pflegebedürftigen waren im Jahr 2021 Kinder unter 15 Jahren. Eine entsprechende Pflegeaufgabe in der Familie ist oft sehr komplex und intensiv. Gesundheit und soziale Situation pflegender Angehöriger: Pflegende Angehörige gelten als gesundheitlich erheblich gefährdet. Die Pflege im erweiterten Familienkontext birgt Risiken für ihre physische und insbesondere psychische Gesundheit – gerade auch, wenn die pflegebedürftige Person kognitiv beeinträchtigt ist.
In dem sehr Interessante Vortrag mit Einbringung der Beteiligung Anwesenden waren die 2 Stunden schnell vergangen.
Frau Sonja Jussen Ehrenamtliches SoVD Vorstandsmittglied im OV Wolfenbüttel gibt jeden 2. Mittwoch eines Monats im Rahmen des Projektes barrierefrei ich bin dabei im Mitgestaltungspunkt Gr. Zimmerhof eine offene Sprechstunde "Zeit darüber zu reden“ mit Niederschwellige Informationen über zuständige Möglichkeiten der Anlaufstellen.
Sind Kooperationen mit anderen Vereinen bei der Durchführung von Veranstaltungen ein gangbarer Weg ?
Die Zahl derer, die an Veranstaltungen der Ortsverbände teilnehmen, sinkt. Liegt es an mangelndem Interesse oder Überalterung, jedenfalls sind Bustouren mit vollen Bussen ebenso Vergangenheit wie volle Säle bei Informationsveranstaltungen. Aber anderen Vereinen und Organisationen ergeht es ähnlich. Diese Erkenntnis brachte den SoVD OV Flöthe-Cramme dazu, sich bereits zu 2. Mal im Rahmen einer Kooperation mit der Verkehrswacht Salzgitter einer dort organisierten Bustour anzuschließen. Es war ein Erfolg, denn eine Fahrt des SoVD hätte ebenso ausfallen müssen wie die Fahrt der Verkehrswacht. So waren alle Mitglieder zufrieden und das Kostenrisiko minimiert. Die Fahrt findet in 2026 in gleicher Weise statt. Diesmal geht es im August 2026 nach Walkenried und nach Bad Sachsa
Vielleicht ist dies ein Weg, Veranstaltungen zu retten und Angebote aufrecht zu erhalten.